Kräuter sind so vielfältig verwendbar: frisch, getrocknet, tiefgefroren oder in Öl bzw. Salz eingelegt. Tiefkühlen lassen sich so gut wie alle Kräuter.
Ob frische oder getrocknete Kräuter, der Unterschied macht sich im Essen bemerkbar.
Frische Kräuter geben viel Aroma ab, dadurch braucht man im Vergleich zu getrockneten Kräutern weniger.
Jedoch sind vor allem im Winter frische Kräuter schwer zu bekommen, daher bieten sich hier getrocknete Kräuter sehr gut als Alternative an.
Kräuter richtig aufbewahren
Frische Kräuter halten im Kühlschrank am längsten, wenn sie wie einen Blumenstrauß behandelt werden: Stiele anschneiden und in ein Glas mit Wasser stellen.
Dann das Ganze mit einer Plastiktüte abdecken und ab in den Kühlschrank damit. So bleiben viele Kräuter bis zu zwei Wochen frisch!
Für Petersilie und Koriander gibt es einen anderen Trick: Die Kräuter in ein feuchtes Küchentuch einwickeln und dann in eine Plastiktüte.
So bleiben sie im Gemüsefach des Kühlschranks richtig lange knackig.
Kräuter die getrocknet werden, bewahrt man am besten dunkel und kühl in verschlossenen Gläsern auf.
Kräuteranbau zuhause
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Frische Kräuter sind echte Alleskönner. Sie peppen nicht nur den Geschmack auf, sondern bringen auch Farbe auf den Teller und tun nebenbei noch was für die Gesundheit.
Es braucht keinen grünen Daumen oder einen riesigen Garten, um frische Kräuter zu haben.
Ob Garten, Balkon oder nur eine Fensterbank – überall lässt sich ein kleines Kräuterparadies zaubern.
Die gebräuchlichsten Küchenkräuter für Balkon und Fensterbank sind:
Basilikum,
Dill,
Petersilie,
Thymian,
Oregano,
Pfefferminze,
Schnittlauch.
Vorgezogene Kräuter aus dem Garten- oder Supermarkt sind viel zu eng bepflanzt bzw. gesät.
Die mittelfristige Folge sind enge Wurzelballen, Wasser- und Düngemangel, die Pflanzen kümmern schließlich beim Wachstum oder verderben.
Am besten pflanzt man die Kräuter direkt nach dem Kauf um und teilt den Wurzelballen in zwei oder mehr Teile.
Kräuter die sich nicht vertragen
Die verschiedenen Gewächse auf einem Beet sollen sich sowohl oberirdisch als auch unterirdisch ergänzen.
Weiterhin sollen sie sich nicht mit ihren Blättern und Früchten bedrängen.
Die verschiedenen Pflanzen entnehmen dem Boden unterschiedliche Nährstoffmengen und geben selber verschiedene Substanzen aus ihrem Stoffwechsel an den Boden ab.
So entsteht ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen.
Die Wurzelausscheidungen und die Düfte der Pflanzen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Nachbarschaft.
Manche Gewächse gehen ein oder verkümmern, wenn sie nebeneinander wachsen sollen.
Andere fördern sich gegenseitig. Viele aromatische Würzpflanzen tragen zum Wohlgeschmack ihrer Nachbarpflanzen bei.
Nachfolgend eine Übersicht von Kräutern, die sich nicht miteinander vertragen:
Basilikum
Zitronenmelisse
Dill
Koriander, Gartenkresse
Estragon
Thymian
Kamille
Pfefferminze
Majoran
Thymian
Oregano
Majoran
Petersilie
Schnittlauch, Kerbel, Koriander
Rosmarin
Schnittlauch
Thymian
Majoran
Zitronenmelisse
Basilikum
Charakteristik und Verwendung
Petersilie
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Petersilie gibt es in glatt und kraus. Sie versteht sich mit allen anderen Kräutern und passt zu fast jedem Gericht. Gerne wird sie auch zum Dekorieren verwendet.
Die glatte Petersilie ist geschmacklich intensiver als die krause. Die Stängel sind fein gehackt besonders intensiv im Geschmack.
Dill passt wunderbar zu frischem Fisch, besonders zum leichten Salzgeschmack von Seefisch. Erntezeit ist im Frühsommer. In der Tiefkühltruhe gibt es Dill über das ganze Jahr.
Auch die Samen eignen sich als Gewürz und werden häufig in der indischen, US-Südstaaten-Küche und für den kreolischen Speisenplan verwendet.
Liebstöckel auch als "Maggikraut" bekannt, verdankt seinen Namen dem intensiven, an die bekannte Maggi-Würze erinnernden Duft, obwohl diese keinen Liebstöckel enthält.
Die Pflanze erinnert in ihrem Aussehen an Petersilie oder Koriander. Ihre Blätter verströmen einen aromatischen Duft, der an Sellerie erinnert.
Der Geschmack ist würzig, kräftig und leicht süß mit einer dezenten bitteren Note.
Was wäre Tomate-Mozzarella ohne Basilikum? Dieses Kraut ist mild im Geschmack, aber dennoch unverwechselbar.
In Salaten oder als Dekoration entfalten die samtigen Blätter ihren vollen Charme.
Basilikum ist besonders empfindlich und sollte deshalb am besten roh verwendet werden.
Basilikum lässt sich wunderbar einfrieren: Die Blätter einfach in eine Gefrierdose drücken, mit etwas Olivenöl mischen, verschließen und im Gefrierfach aufbewahren.
Rosmarin verströmt einen herrlich würzigen Duft. Mit seinen nadelartigen Zweigen erinnert er an Tannengrün und passt perfekt zu Geflügel oder Schwein.
Beim Braten oder Grillen dürfen die Zweige gerne mit garen, um das Gericht mit ihrem aromatischen Geschmack zu verfeinern.
In den Nadeln stecken ätherische Öle, die appetitanregend wirken. Als Topfpflanze ist Rosmarin zudem ein hübsches Gewächs im mediterranen Garten.
Verwendung: Geflügel, Lamm, Fisch, Kartoffeln, Brot und Gebäck, außerdem auch in Drinks, z. B. mit Gin.
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Thymian
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Thymian ist der perfekte Begleiter für Fleisch- und Kartoffelgerichte. Sein scharfer, leicht bitterer Geschmack verleiht den Speisen eine besondere Note.
Interessanterweise ist das Aroma des getrockneten Thymians sogar intensiver als das des frischen – eine Besonderheit, die ihn zu einem vielseitigen und langlebigen Kraut macht.
Verwendung: Fleischgerichte, Fisch, Pilzgerichte, Kartoffeln, Ziegenkäse und Honig.
Salbei
Salbei ist ein aromatisches Gewürz mit graugrünen, behaarten Blättern und blau bis violetten Blüten.
Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, gedeiht er heute in vielen Gärten und auf Balkonen.
Sein würziger Geschmack bereichert zahlreiche Gerichte, insbesondere Fleisch- und Geflügelgerichte, und verleiht Tees eine angenehme Note.
Die frischen Blättchen und zarten Stiele des Kerbels verleihen ein leicht süßliches Aroma, das perfekt mit Krustentieren und insbesondere der Frankfurter Grünen Sauce harmoniert.
In Schweden wird Kerbel zudem für einen besonderen Schnaps verwendet, der mit frischem Kerbel und Wodka hergestellt wird – eine raffinierte Spezialität.
Es ist zurück! Der Name ist Programm, denn Bohnenkraut entfaltet seinen pfefferähnlichen Geschmack besonders gut in Bohnengerichten und Hülsenfrüchten.
Bohnenkraut sollte erst kurz vor Ende der Garzeit zugeben werden und am besten in kleinen Mengen, da es sehr geschmacksintensiv ist. Ein wahres „Kraut für den speziellen Einsatz“.
Lorbeer ist ein unverzichtbares Kraut in jeder gut sortierten Küche. Es verleiht Schmorbraten, Fonds und Sauerkraut eine herbe, intensive Note, die für den typischen Geschmack sorgt.
Der immergrüne Lorbeer-Strauch kann jahrhundertelang alt werden und eignet sich hervorragend zum Trocknen, sodass das Kraut über das ganze Jahr bevorratet werden kann.
Beifuß ist ein Kraut mit einem würzigen, leicht bitteren Geschmack und einem holzig-blumigen Duft. Traditionell wird er in der Weihnachtszeit verwendet, insbesondere bei der Zubereitung von Weihnachtsgans.
Doch Beifuß passt auch hervorragend zu Eintöpfen, deftigen Braten, Gemüsesuppen und Fischgerichten wie Hering, Karpfen oder Aal.
Sein intensives Aroma entfaltet sich besonders bei längerem Garen, daher sollte er frühzeitig hinzugefügt werden.
Bei der Dosierung ist Vorsicht geboten, da getrockneter Beifuß sehr intensiv ist; frischer Beifuß ist milder im Geschmack.
Verwendung: Eintöpfe, Fleischgerichte, Suppen, Fisch wie Hering, Karpfen oder Aal, Saucen
Pimpinelle
Mit ihrem milden, gurkenähnlichen Aroma ist Pimpinelle ein wahres Highlight in Kräutersaucen und Salaten.
Ihr frischer Geschmack erinnert an die Leichtigkeit des Frühlings. Das Kraut gedeiht bestens in unserem Klima und entfaltet sein volles Aroma besonders nach kräftigen Regenschauern – ein wahres Naturwunder.
Minze ist das perfekte Kraut für Desserts und Mixgetränke, doch auch in Salaten, jungem Gemüse und neuen Kartoffeln sorgt sie für eine erfrischende Note.
Es gibt viele Arten von Minze, doch die Pfefferminze ist am bekanntesten.
Tipp: Frische Minze in heißem Wasser aufkochen, abkühlen lassen und als erfrischendes Getränk genießen – ein wahrer Durstlöscher!
Verwendung: Desserts, Tee, Limonaden, Saucen, Currygerichten.
Melisse
Mit ihrem zarten, zitronenähnlichen Geschmack verleiht die junge Melisse Joghurt und anderen Milchprodukten eine angenehme Frische.
Sie ist leicht bitter und macht sich daher auch hervorragend in Marmeladen und Süßspeisen, wo sie eine harmonische, aromatische Tiefe hinzufügt.
Verwendung: Desserts, Salate, Limonaden, Tee, Chutneys.